10 Tipps für eine positive Unternehmenskultur

Eine positive Unternehmenskultur wird getragen von den Leitbildern des Unternehmens. Wertschätzende Kommunikation, individuelle Förderung und Vertrauen in die Motivation des Teams werden in und nach der Krise immer wichtiger!

Unternehmenskultur

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Schon vor Corona zeichnete sich ab, dass eine positive Unternehmenskultur den Erfolg steigert. Qualifizierte Bewerber legen immer mehr Wert auf ein angenehmes Arbeitsumfeld und auch die Konsumenten achten immer mehr darauf, bei wem sie einkaufen und welchem Unternehmen sie Aufträge erteilen.

Und wenn wir in die Zukunft blicken wird klar, dass es eine spannende Herausforderung sein wird, aus der Corona-Zeit nicht nur negative Erinnerungen mitzunehmen, sondern auch auf die positiven Aspekte des erzwungenen Wandels zu blicken.

Als Führungspersönlichkeit können Sie die Veränderungen nutzen, um gemeinsam mit Ihrem Team neue Kompetenzen zu entwickeln, die Ihr Unternehmen mit realistischem Optimismus in eine positive Unternehmenskultur führen!

Wieso ist die positive Unternehmenskultur so wertvoll?

Mit Unternehmen ist es wie mit Menschen. Kunden spüren sofort, ob ein Unternehmen eine positive Ausstrahlung hat. Die Mitarbeiter sind gut gelaunt, die Teams arbeiten effizient zusammen, die Produkte sind mit Sorgfalt produziert oder ausgewählt. Und bei Beschwerden reagieren die Ansprechpartner hilfsbereit und entspannt. All diese Faktoren sind auf dem Markt spürbar.

Was auf den ersten Blick ein wenig nach Esoterik klingt, ist tatsächlich messbar, denn Unternehmen mit einer positiven Einstellung fällt es viel leichter, mit einem sympathischen Branding die Umsätze zu steigern. Vergiftete Unternehmenskultur war also gestern, jetzt wird es Zeit, in gute Laune, motivierte Teams und kreatives Krisenmanagement zu investieren.

Denn gute Laune ist ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor, der Unternehmen auch in der Zeit nach Corona richtig durchstarten lässt! Und nicht zuletzt das Employer Branding gewinnt durch eine positive Unternehmenskultur, sodass eine Aufwärtsspirale in Gang gesetzt wird. Denn für einen besonders attraktiven Arbeitgeber entscheiden sich auch besonders qualifizierte Kandidaten.

Das Home-Office als Herausforderung für die positive Unternehmenskultur

Die Pandemie hat nur beschleunigt, was sich sowieso bereits in der Arbeitswelt abzuzeichnen begann. Qualifizierte Kräfte legen immer mehr Wert auf selbstbestimmtes und flexibles Arbeiten, die Generation Z drängt auf den Arbeitsmarkt und erwartet eine angenehme Work-Life-Balance. Die Möglichkeiten der Digitalisierung sind für junge Fachkräfte ebenso selbstverständlich wie die remote Arbeit.

In Ihrer Führungsposition befürchten Sie allerdings, dass dezentrales Arbeiten das Wir-Gefühl Ihres Teams negativ beeinflussen könnte. Umso wichtiger ist es, dass Sie mit einer positiven Unternehmenskultur zeigen, wie viel Wert Sie auf eine lebendige Kommunikation legen!

Wenn Sie sich Ihrem Team zugehörig fühlen und die Werte Ihres Unternehmens vorleben, laufen Ihre Mitarbeiter zur Höchstform auf und entfalten ihr volles Potenzial.

Tipp 1: Sorgen Sie für lebendige Kommunikation. Jetzt!

Die lebendige Kommunikation im Unternehmen ist für viele Mitarbeiter der schönste Grund, morgens aufzustehen. Mit einem Lächeln begrüsst zu werden, immer einen kompetenten Ansprechpartner zu finden und jederzeit hilfreiches Feedback einholen zu können, gibt vielen Mitarbeitern nicht nur Sicherheit und Orientierung, es fühlt sich auch gut an, so aufgehoben zu sein.

Nicht zuletzt der »Flurfunk« und die Pausen in der Büroküche sind selbst dann ein wichtiger Teil der Arbeit, wenn sie gar nichts mit der Arbeit zu tun haben. Denn sie heben die Laune und stärken das Gemeinschaftsgefühl.

Vergessen Sie also Arbeitsanweisungen per E-Mail, wenn Sie auf digitale Kommunikation umsteigen müssen. Arbeiten Sie mit Tools, die dieselben Funktionen aufweisen wie Social Media! So vermeiden Sie, dass Ihre wertvollsten Mitarbeiter die Motivation verlieren, weil sie sich abgehängt fühlen.

Tipp 2: Bleiben Sie menschlich und sympathisch!

Die Krise schlägt bei vielen Menschen aufs Gemüt. Während manche einen Freudentanz aufführen, weil sie endlich von zu Hause aus arbeiten können, vermisst der Grossteil Ihrer Mitarbeiter doch den menschlichen Kontakt. Überbrücken Sie die fehlende Nähe mit netten Botschaften, die Ihr Team daran erinnern, dass Sie nicht nur ein Vorgesetzter, sondern auch ein guter Freund sind!

Versenden Sie morgens ein kleines Video mit Ihrem Schreibtischchaos, laden Sie zwischendurch einfach ein zu einem gemeinsamen Kaffee per Video-Chat!

Tipp 3: Transparenz schaffen und Wissen bereitstellen!

Ihre Mitarbeiter können nur ihr volles Potenzial entfalten, wenn ihnen alle Ressourcen zur Verfügung stehen! Sollte ein Teil Ihrer Belegschaft sich im Home-Office befinden, ist es wichtig, dass Sie alle Informationen, News und Ziele auch online bereitstellen.

Eine lebendige Wissenskultur ist Teil jeder positiven Unternehmenskultur. Sorgen Sie also dafür, dass alle verfügbaren Informationen zu Ihren Projekten und Zielen jederzeit für jeden Mitarbeiter abrufbar sind – ganz gleich, ob er im Home-Office arbeitet oder jeden Morgen ins Büro kommt!

Tipp 4: Nutzen Sie so oft wie möglich Kameras!

Schriftliche Kommunikation ist sicherlich hilfreich, wenn es darum geht, Inhalte bereitzustellen, die jeder Mitarbeiter immer wieder abrufen kann, um Details nachzulesen und selbstständig Antworten auf konkrete Fragen zu finden. Allerdings ist die schriftliche Kommunikation eine rein verbale Kommunikation. Sie findet grossenteils auf der Sachebene statt.

Für die positive Unternehmenskultur ist aber die nonverbale Kommunikation ebenso wichtig!

Spontan Ideen auszutauschen, gemeinsam zu lachen, die Stimmung Ihrer Mitarbeiter wahrzunehmen funktioniert viel besser, wenn Sie sich im Video-Chat treffen. Das muss nicht immer das grosse Meeting sein! Manchmal ist auch ein einfaches Telefonat mehr wert als jedes noch so gute schriftliche Briefing.

Tipp 5: Schenken Sie Vertrauen!

Kontrolle ist für Führungskräfte ein gewohntes und sehr beruhigendes Mittel, die Qualität der Arbeit sicherzustellen. Die Krise zeigt aber: Eine positive Unternehmenskultur wird vor allem von Vertrauen getragen!

Nicht die Stechuhr entscheidet über den Wert der Arbeit, sondern die Ergebnisse. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern also, dass sie vollstes Vertrauen in ihre Motivation und ihre Kompetenz haben! Damit setzen Sie einen Pygmalion-Effekt in Gang, der das Selbstvertrauen ihres Teams stärkt.

Das ist der Arbeitsplatz der Zukunft

Der Arbeitsplatz – das ist heute viel mehr als nur ein Schreibtisch mit Computer und Telefon. Das Bedürfnis nach maximaler Freiheit im Arbeitsalltag erfordert neue Arbeitsmodelle, die den Erfordernissen der modernen Arbeitswelt gerecht werden.

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Tipp 6: Installieren Sie klare Regeln für eine wertschätzende Kommunikation!

Was im Internet längst als »Netiquette« bezeichnet wird, ist in vielen Unternehmen noch »Neuland«. Stellen Sie klare Regeln auf, die den wertschätzenden Umgang erleichtern.

Handzeichen im Video-Chat sind jetzt genauso wichtig wie die Offenheit für kreative Ideen, selbst dann, wenn sie am Ende verworfen werden. Wichtig ist, dass einzelne Teammitglieder ermutigt werden, ihr Potenzial auszuschöpfen und sich einzubringen!

Tipp 7: Stärken Sie das Gemeinschaftsgefühl mit besonderen Events!

Ob Home-Office oder nicht, in der Krise merken viele Menschen erst wieder, wie viel ihr Arbeitsplatz ihnen bedeutet. Das ist Ihre Chance als Führungskraft, dieses positive Gefühl noch zu verstärken! Denken Sie sich kleine Awards aus, um besonderen Einsatz zu belohnen oder organisieren Sie mit Ihrem Team eine gemeinschaftliche Hilfsaktion, etwa, um Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. Das macht nicht nur allen viel Spass, es erzielt auch eine Aussenwirkung, die Ihr Branding stärkt!

Tipp 8: Gestalten Sie das Büro neu!

Gerade in der Krise werden die Tage im Büro zu kostbarer Zeit. Einer der schönsten Aspekte einer positiven Unternehmenskultur ist die Wohlfühlatmosphäre am Arbeitsplatz. Nutzen Sie die ruhigere Phase der Pandemie, um konstruktive Veränderungen vorzunehmen!

Gibt es für jeden Mitarbeiter genug Rückzugsmöglichkeit für konzentriertes Arbeiten? Wo wären ergonomische Büromöbel sinnvoll? Gibt es Plätze für den gemeinsamen Austausch, haben Sie ein Snack-Angebot wie Getränke und frisches Obst?

Solche kleinen Details machen einen grossen Unterschied für die Atmosphäre im Unternehmen!

Tipp 9: Bleiben Sie hellhörig!

Konflikte und Probleme kann es in jedem Betrieb geben. Entscheidend für die Unternehmenskultur ist, wie Sie damit umgehen! Bleiben Sie wach für die Sorgen Ihrer Mitarbeiter.

Gerade in der Pandemie stehen manche Teammitglieder auch vor persönlichen Problemen, die durch die soziale Isolation entstehen oder durch die Doppelbelastung, die Kinder während der Arbeitszeit im Home-Office versorgen zu müssen.

Hören Sie auf Ihr Gefühl, fragen Sie freundlich und unterstützend nach, wenn Sie das Gefühl haben, dass Konflikte auftreten könnten.

Tipp 10: Nehmen Sie flexible Arbeitsmodelle mit in die Zukunft!

Die Krise hat bewiesen, dass vieles, was vorher undenkbar schien, möglich ist! Das Arbeitsleben wird sich weiter verändern und bietet viele Chancen für Gleitzeitmodelle, Funktions- oder Vertrauensarbeit.

Nehmen Sie die Herausforderung an und stellen Sie sich optimistisch der Zukunft!

Je flexibler die Führung eines Unternehmens auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingeht, umso motivierter und effizienter werden diese für ihr Unternehmen da sein – auch in schwierigen Zeiten.